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Sacraboar: Strategie-Hit aus dem Drei-Mann-Studio — Interview und Gewinnspiel. Teil 2

sacraboar-logoIm ersten Teil des Interviews mit Makivision-Gründer Oliver Silski ging es um den Entstehungsprozess von Sacraboar, dem Debüt-Game des 3-Mann-Studios. Im zweiten Teil spricht er über die Vorurteile, mit denen man als Spiele-Entwickler in Deutschland zu kämpfen hat. Außerdem verlosen wir 10 Vollversionen des furiosen Strategie-Games.

Sacraboar klingt ein wenig wie Sacrebleu — Zufall, oder zu viel Louis-de-Funes-Filme geschaut?

Ehrlich gesagt fällt mir das erst jetzt auf, wo du es sagst. Der Name leitet sich aus den englischen Wörtern “sacred”, also heilig, und “boar”, Eber, ab. Übersetzt heißt es also einfach “Heiliger Eber”. Wobei das wahrscheinlich auch sehr gut als Ausdruck taugt.

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Wie seid ihr auf die Idee zu Sacraboar gekommen? Spieler um ein Schweinetotem kämpfen zu lassen, ist ja doch eher… ungewöhnlich.

Der Spielmodus “Capture the Flag”, also “Erobere die Flagge” ist ja aus vielen Spielen, meist in Shootern, bekannt. Als wir uns entschieden haben, aus diesem Modus ein Strategiespiel zu machen, fragten wir uns, weshalb nur alle so hinter den Flaggen her waren. Das klang uns zu ernst und zu sehr nach Krieg. Also haben wir die Flagge gegen eine Schweinetrophähe ausgetauscht.

Wir wollten damit klar machen, dass es in dem Spiel um Spaß und um Strategie geht. Die Kämpfe haben immer einen sportlichen Charakter. Das Spiel sollte nicht für ein Kriegsspiel gehalten werden.

Spiele-Entwicklung in Deutschland? “Man wird als Unternehmen nicht ernst genommen”

Und deutschlandweit? Wie empfindet ihr das Klima für Entwickler in diesem Land? Wie wird die Branche, die immerhin über 1.4 Milliarden Euro im letzten Jahr in Deutschland umsetzt, von Banken, Behörden und anderen Entscheidungsträgern behandelt?

Spontan fallen mir zwei Dinge ein: Erstens wird man als Unternehmen nicht ernst genommen. Es besteht in der Regel auch gar kein Interesse, sich zu informieren oder auch nur zuzuhören. Es ist zum Beispiel in Deutschland vollkommen aussichtslos, Startkapital für ein Entwicklungsstudio zu bekommen. Das liegt zum einen daran, dass Spieleentwicklung diesen sehr schlechten Ruf hat und zum anderen, das sich kaum jemand vorstellen kann, wie viel Fachwissen eigentlich dazu nötig ist.

Wenn jemand eine Anwendungssoftwar entwickelt, z.B. eine Textverarbeitung, klingt das sehr seriös und wirkt akzeptiert. Ein Spiel zu entwickeln gilt höchstens als Hobby, aber nicht als ernsthafte Arbeit. Dabei ist die Spieleentwicklung in vielerlei Hinsicht viel schwerer. Eine Textverarbeitung nutzt keine besonderen Extras, wie z.B, 3D-Grafikkarten oder 3D-Sounds, bei Spielen ist das aber völlig normal.

sacra-screenDer wichtigste Unterschied aber ist: Wenn eine Anwendungssoftware funktioniert, ist sie fertig. Wenn ein Spiel fehlerfrei funktioniert, besagt das noch gar nichts. Ein Spiel muss schließlich auch noch sehr gut aussehen und – am allerwichtigsten – Spaß machen!

Als Spieleentwickler muss man also sehr viel technisches Fachwissen mitbringen, man muss sehr viel Kreativität und Können für Grafik, Musik, Sounds usw. haben und in der Lage sein, ein Regelwerk für ein Spiel zu erstellen, das logisch funktioniert und auch noch Spaß macht. Es ist sehr schade, dass dieser sehr spannende und fordernde Beruf trotzdem einen so schlechten Ruf hat.

Zweitens fällt sehr schnell das dumme Wort “Killerspiel”, und man wird mit völlig abstrusen Anschuldigungen angegangen. Das ist wirklich bedauerlich, da gerade beim Thema Verantwortung eine sachliche Diskussion sehr viel mehr bringen würde. Soweit ich das beurteilen kann, ist die Spieleindustrie schon sehr lange zu einem Dialog bereit. Doch das Gesprächsangebot wird von Medien und Politik in der Regel ausgeschlagen. Vor allem stört mich, dass selbst sonst ernsthafte Medien wie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht an einer sachlichen Berichterstattung interessiert sind. Von gewissen Zeitungen mit großen Buchstaben kann man eine differenzierte Betrachtung nicht erwarten, das ist klar. Aber wenn angeblich seriöse Sendungen auf ARD und ZDF einfach immer wieder die gleichen falschen Behauptungen verbreiten, ärgert mich das.

Ich mache dann auch gleich ein Angebot: Sollten eure Leser Fragen zum Thema Spieleentwicklung haben oder zur Verantwortung von Entwicklern, bin ich gern bereit, zu antworten.

Danke für das Angebot und für das Gespräch. Fragen einfach in den Kommentaren unten, wir leiten sie an Oliver weiter.

Gewinnspiel: 10 Mal die Sacraboar-Vollversion

Anlässlich des Interviews verlosen wir zusammen mit FUNLOAD.de 10 kostenlose Sacraboar-Vollversionen zum Download. Einfach die unten aufgeführte Frage beantworten und eine Mail an gewinnspiel@funload.de schicken. Unter allen richtigen Einsendungen ermitteln wir per Zufall die glücklichen Gewinner. Stichtag ist der 30.11.2009.

Die Preisfrage: Auf der FUNLOAD.de-Produktseite zu Sacraboar haben wir das Lösungswort versteckt.  Wie heißt es?

Antworten an: gewinnspiel@funload.de

Kostenloser Download Sacraboar Demo (Windows)
Das RTS-Game probespielen

// Update (01.12.09): Vielen Dank für die zahlreichen Einsendungen! Unter allen Teilnehmern haben wir 10 glückliche Gewinner gezogen und informiert. All denjenigen die leider nicht gewonnen haben sei gesagt das wir in Kürze mit einem neuen Gewinnspiel auf dem LoadBlog starten werden :)







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