Das Team von Google Chrome bringt etwa im halbjährlichen Turnus neue große Versionen des Browsers heraus. Gestern war es dann mal wieder soweit: Mit der finalen Version von Google Chrome 4 halten jetzt auch Browser-Erweiterungen und die Synchronisierung von Lesezeichen zwischen mehreren Computern Einzug in den Google-Browser. Damit wird die Luft für den Mozilla Firefox – zumindest in technischer Hinsicht – dünn.

Google Chrome: Jetzt in Version 4
Eines muss selbst die immer stärker wachsende Gruppe der Google-Paranoiker zugeben: Technisch legt Google enorm vor. Neben der Suchmaschine an sich und dem E-Mail-Dienst Google Mail ist Google Chrome wohl eines der meistgeliebten Produkte. Und das zu Recht: Das Browserteam von Google hat innerhalb von 16 Monaten einen Browser aus dem Boden gestampft, der schlank, stylisch und vor allen Dingen ziemlich schnell ist. Nicht umsonst erfreut sich Chrome wachsender Beliebtheit in der Gemeinde der technikaffinen Nutzer und hat derzeit bereits einen Marktanteil von etwa 7%.
Google Chrome: Konkurrenz zu Firefox?

Bereits viele Erweiterungen verfügbar: Google Chrome
Mit der Unterstützung von Browser-Erweiterungen hat Chrome nun auch den größten Malus gegenüber dem allseits beliebten Firefox aufgeholt und wird damit mutmaßlich in der Zukunft auch Nutzer vom Mozilla-Browser abziehen. Die Unterschiede in der Performance sind, gerade für Firefox- oder Internet Explorer-Umsteiger, extrem: Der Browser startet selbst auf älteren Rechnern innerhalb eines Wimpernschlags, lädt Seiten in Windeseile, hat keine Einfrierer und Hänger, etwa beim Abspielen von YouTube-Videos. Vor allem in Webapplikationen, die stark auf JavaScript, AJAX und andere moderne Webtechniken setzen, spielt Chrome seine Geschwindigkeit aus. Zudem ist der Browser stabiler, da jeder Tab vom Hauptprozessor des PCs als eigenständiger Prozess behandelt wird.
Aber auch Google-skeptische Nutzer können von der Technik profitieren: Dank der Open Source-Variante Chromium existieren die Chrome-Abkömmlinge Chrome Plus und SRWare Iron – mit derselben Technik, aber ohne Kommunikation mit den Google-Servern.
Wir empfehlen, Chrome eine Chance zu geben, zumindest als Zweitbrowser. Mithilfe des Tools Browser Chooser kann man problemlos mehrere Browser parallel betreiben.
Google Chrome 4.0 (Windows)
Finale Version des Cutting Edge-Browsers
Im Google Chrome-Erweiterungsverzeichnis finden sich mittlerweile viele Pendants zu Firefox-Add-ons – vom Werbeblocker über den Twitter-Client bis hin zum YouTube-Downloader.
Aber auch Nutzer, die Chrome pertout nicht verwenden möchten, können sich freuen, denn der Google-Browser hat ordentlich Wind in den Browsermarkt gebracht und macht jetzt auch den Firefox-Entwicklern Feuer unter dem Hintern. Wir freuen uns über Chrome 4 und harren der Dinge, die da noch kommen mögen.
Bild “Chrome Icon Glossy”: ozl (cc)
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