Für fast alle populären Webangebote kann man sich mit einem persönlichen Benutzerkonto anmelden, bei den meisten ist das sogar Pflicht. Doch was, wenn man mehrere dieser Konten gleichzeitig benötigt? Etwa einen “Schattenaccount” im Stammforum, verschiedene Accounts bei Twitter oder mehrere parallele E-Mail-Adressen beim selben Anbieter.
Insbesondere Google mit seinen alle Dienste übergreifenden Accounts geht da sehr ärgerlich vor — wenn man z.B. mit einem Benutzerkonto in Google Mail angemeldet ist und den Google Reader mit einem anderen Nutzerkonto aufruft, wird man in Google Mail automatisch abgemeldet. Wir sammeln einige Methoden, um genau dieses Problem zu umgehen.
1. Verschiedene Browser

Einfach, aber wirkungsvoll: Ein Zweitbrowser ist schnell installiert, und auf diesem loggt man sich in den zweiten Account ein. Wer hauptsächlich den Firefox nutzt, kann etwa auf den sowieso schon installierten Internet Explorer zurückgreifen. Alternativ bietet sich der in puncto Ressourcen recht sparsame Opera an. Ansonsten existieren für Windows auch noch die gar nicht üblen Browser Safari und Chrome.
2. Portable Browser-Versionen
Dasselbe in grün: Wer auf das gewohnte Browserumfeld nicht verzichten mag, kann sich zusätzlich die portable Version, z.B. vom Firefox auf der Festplatte installieren. Beide Browser-Instanzen können parallel laufen und beeinflussen sich gegenseitig nicht.
3. Google Chrome: Inkognito-Fenster

Der Inkognito-Modus von Googles Browser Chrome ist eigentlich dafür gedacht, beim Surfen keine Spuren zu hinterlassen. Praktischer Nebeneffekt: Öffnet man ein Fenster im Inkognito-Modus [Strg+Umschalttaste+N], operiert dieses unabhängig vom “Hauptfenster”. Daher kann man sich hier auch bei einem anderen Konto derselben Website anmelden.
4. Internet Explorer: Neue Sitzung

Am einfachsten macht es einem tatsächlich der viel geschmähte Internet Explorer, zumindest in Version 8: Mit der Taste [Alt] öffnet man vorübergehend die Menüleiste. Nun wählt man im Menü “Datei” den Eintrag “Neue Sitzung”. Ein neues Browserfenster öffnet sich, das ebenfalls unabhängig vom vorherigen arbeitet und deswegen verschiedene Benutzerkonten öffnen kann. Profi-Tipp: Mit dem Parameter -nomerge, den man einer Verknüpfung für den IE hinzufügen kann, öffnet sich direkt eine neue Browser-Sitzung.
5. Firefox: Prism
Mit dem Firefox-Add-on Mozilla Prism kann man mit wenig Aufwand Webseiten so umwandeln, dass sie fast wie eine Desktop-Anwendung funktionieren. Eine so erstellte Anwendung läuft unabhängig vom Haupt-Firefox, auch was Cookies angeht, weswegen man gleichzeitig mit einem Prism-Fenster in Nutzerkonto A und im “richtigen” Firefox in Nutzerkonto B angemeldet sein kann. Nachteil: In Prism-Fenstern kann man bis jetzt keine regulären Firefox-Add-ons nutzen.
6. Firefox: CookieSwap Add-on
Leider kann man mit CookieSwap nicht verschiedene Konten gleichzeitig offen haben, aber das Wechseln zwischen verschiedenen Konten geht dafür mit einem Wimpernschlag. CookieSwap ermöglicht den Wechsel zwischen verschiedenen Cookie-Profilen über ein Symbol in der Statusleiste des Browsers. Da Login-Daten grundsätzlich in Cookies gespeichert werden, muss man fortan nur noch das Profil wechseln (denkbar wäre etwa von “geschäftlich” auf “privat”) und kann sich so pfeilschnell in einem anderen Nutzerkonto anmelden.
7. Firefox + Greasemonkey: Google Account Multi-Login

Dieses User Script für das mächtige Greasemonkey-Add-on gilt nur für Google-Dienste. Wer diese aber häufig benutzt, hat mit dem Script ein mächtiges Tool zur Hand. Das Greasemonkey-Script ersetzt den “Abmelden”/”Anmelden”-Link bei allen Google-Diensten durch ein Dropdown-Menü, in dem man schnell zwischen verschiedenen Benutzerkonten hin- und herwechseln kann. Passwörter werden auf Wunsch mitgespeichert.
Haben wir etwas vergessen? Kennst Du einen anderen Weg, Benutzerkonten gleichzeitig zu öffnen oder komfortabel zu wechseln? Lasses uns wissen – in den Kommentaren.
[Thema inspiriert durch Lifehacker]
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die chrome incognito idee ist cool, geht ja wohl auch mit safari oder jedem webkit, oder?
Oh, da bin ich überfragt. AFAIR war aber der
Porn-ModeInkognito-Modus ein originäres Chrome Feature. Kann sein, dass Safari das inzwischen übernommen hat. Daniel, weißt Du Genaueres?Ein sehr nützlicher Hinweis der mir ein lästiges Ummelden in Zukunft ersparen wird.
Eine weitere Variante dürfte das IE-Tab-Plugin für Firefox sein. Damit startet man innerhalb desselben Browsers einen Tab mit einer weiteren Browserengine, nämlich der des Internet Explorers.
Damit kann man immerhin 2 Webmail-Accounts synchron checken. Den ersten regulär über Firefox, den zweiten über einen IE-Tab innerhalb des Firefox.
stimmt! funktioniert auch. zumindest für twitter, wofür ich es gerade ausprobiert habe. für interessierte: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/1419
Danke @ Micha für den Tipp!
Toller Artikel,
mit guten Ideen von denen ich gleich ein paar ausprobieren werde!
Besonders Nr.2 mit der portable-Version! Danke!
So kann ich bei meinem beliebten “Opera” bleiben
HABT IHR solche Tipps auch für Instant-Messenger??
Da wird man auch schnell mal bei abgemeldet wenn ich z.B. ICQ auf habe und danach den multi-messenger von web.de/gmx öffne !
Hallo Uhu13, ein Special zu Instant Messengern steht bei uns ganz weit oben auf der Liste.
Besten Dank! Ein Grund mehr regelmäßig bei Euch vorbeizuschaun! Macht weiter so!
LG vom uhu
ist einfach:
portable version von chrom und oder iron. wichtig ist das sie nicht instaliert sind. je acc einen chrom/iron ordner und schon werden die daten nimmer miteinander verknüpft und auch die cookis getrennt. funkt mit FB und gmx (getested).
[...] in mehrere Benutzerkonten desselben Webdienstes — Vor einigen Monaten haben wír vom LoadBlog mehrere Lösungsansätze für dieses altbekannte Problem [...]