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Opera Unite macht den Browser zum Server

operaDas Netz neu erfinden? Das behaupten in letzter Zeit viele Anwendungen. Nicht nur der Browserkampf geht mit der neuen Test-Version des norwegischen Herstellers Opera in eine neue Runde, nach Google Wave erhebt nun ein weiterer Dienst den Anspruch, den Umgang mit dem  Internet komplett zu verändern.

Denn Opera Unite macht den Browser zum File- und Webserver. Man kann Dateien auf dem eigenen Rechner freigeben, auf die dann von unterwegs (wenn der eigene Rechner läuft) oder von anderen zugegriffen werden kann. Opera erzeugt dann eine url für den einzelnen User (sowas wie http://home.username.operaunite.com/file_sharing/content/), die man Freunden mitteilen kann und passwortgeschützt ist.

Neben dem Filesharing-Feature bietet Opera Unite die Möglichkeit, am Kühlschrank (“Fridge”) eine Nachricht zu hinterlassen, in der “Lounge” zu chatten, Fotos zu zeigen, mit einem Mediaplayer direkt Musik und Videos abzuspielen und last not least mit dem eigenen Rechner als Webserver  Seiten ins Netz zu stellen.

Alles, was man dazu braucht, ist Opera Unite (hier mit Installationsanleitung auf englisch) und die Anmeldung bei Opera. Andere können dann von einem beliebigen Browser darauf zugreifen. Das dauert keine fünf Minuten.

Die Frage ist, wofür man das braucht. Opera Unite bündelt Wünsche wie von unterwegs auf Dateien zugreifen können, Filesharing, Fotos abrufbar machen, private Chats und Seiten ins Netz stellen. Lässt also insgesamt den Server-Kram unkomplizierter werden und verlagert alles auf die Kommunikation von Browser zu Browser. Aber insgesamt scheint das eher ein Schritt zurück ins Web 1.0 ohne Community, auf dem eigenen Computer zuhause, ohne die Annehmlichkeiten und Geschwindigkeit von spezialisierten Diensten im Netz (sagen wir: Blogs, Social Networks, Filehoster). Von der Sicherheitsfrage, wenn darüber auf den eigenen Rechner zugegriffen wird, mal abgesehen. Im Einzelfall kann das aber durchaus praktisch sein. Und ist ausbaufähig: Opera öffnet seine Plattform aber auch für Entwickler, die eigene Unite-Dienste anbieten können.

Wer ein wenig rumprobieren möchte:

Download-PfeilKostenloser Download von Opera Unite für Windows

Download-PfeilKostenloser Download von Opera Unite für Mac und Linux

[via Tobbis Blog, heise.de]







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2 Kommentare
  1. Erstellt am 17. Juni 2009 um 20:19 | Permanent-Link

    interessante insights und gedanken, warum unite doch nur halbcool ist, bei factoryjoe. lesenswert: http://factoryjoe.com/blog/2009/06/16/thoughts-on-opera-unite/

    • peer
      Erstellt am 18. Juni 2009 um 12:06 | Permanent-Link

      @kosmar. danke für den link. dass opera eben nicht open source ist, ist ein zentraler punkt, warum sich das wahrscheinlich nicht durchsetzen wird. ich sehe auch noch nicht so recht, wo bei diesem “cloud computing fiasco” die cloud sein soll. denn das basiert ja auf dem alten prinzip, alles auf dem eigenen rechner zu haben. wie ein letzter versuch, das proprietäre zeitalter zu erhalten. das kleingedruckte in der license ist wohl eine absicherung gegen #zensursula-geschichten, würde mich wundern, wenn andere provider sowas nicht auch drin haben.


2 Trackbacks
  1. [...] die Tab-Technik, die Speed-Dial-Idee wurde von Chrome übernommen, und die letzte Innovation, den Browser zum Web-Server zu machen, wird vermutlich auch aufgegriffen [...]

  2. [...] zum Thema:Opera Unite macht den Browser zum ServerAlternative Browser ohne Administrator-Rechte installierenOpera 10 erschienen: Der Turbo-Browser zum [...]

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